Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und GKV- Spitzenverband (GKV-SpiBu) haben sich am 16. Januar 2014 auf eine Er- höhung des Zahnarzthonorars für Zahnersatz verständigt. Das geht aus ei- ner heutigen Presseinformation des SpiBu hervor. Demnach wird der Punkt- wert für das Jahr 2013 rückwirkend um 2,03 % und für das Jahr 2014 um 2,81 % erhöht. Die Vereinbarung tritt zum 1. April 2014 in Kraft. Die Ver- handlungspartner hätten sich darauf verständigt, dass die jahresdurch- schnittliche Erhöhung für 2013 und 2014 auf die verkürzte Restlaufzeit der Vereinbarung umgerechnet wird, heißt es in der Verlautbarung der Kassen. Damit werde eine aufwendige Nachberechnung der Honorare für Zahner- satzleistungen im Jahr 2013 und im ersten Quartal 2014 vermieden. Johann-Magnus v. Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsit- zender des GKV-Spitzenverbandes, erklärte dazu: „Wir haben uns auf ein gutes Verhandlungsergebnis verständigt, das sowohl die Kostensteige- rungen in den Zahnarztpraxen angemessen berücksichtigt als auch der Ein- nahmenentwicklung der Krankenkassen Rechnung trägt.“

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereini- gung, Dr. Wolfgang Eßer, kommt zu einer anderen Bewertung. Gegen- über adp-medien erklärte er: „Mit dem Ergebnis können wir nicht wirklich zufrieden sein. Besonders hohe Investitionen der Praxen in den Patienten- schutz, z.B. Hygienekosten, wurden von den Kassen ignoriert und müssen so alleine von den Zahnärzten geschultert werden.

Das Vergütungssystem muss grundsätzlich verändert werden: Es kann nicht sein, dass die Zahnärzteschaft qualitäts- und patientenschutzverbessernde Maßnahmen dauerhaft aus dem Praxisertrag finanzieren muss. Dieses Pos- tulat gilt für den vertragszahnärztlichen ebenso wie für den privatzahnärztli- chen Bereich. Die Kostenträger müssen hier mit in die Verantwortung ge- nommen werden können und dürfen sich nicht länger vor der Mitverantwor- tung drücken.“

Quellen: PM des GKV-SpiBu und KZBV-Info vom 23.01.14

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